08 September 2011

Dschungelspezial: Von Peru durch das Amazonasgebiet nach Bolivien: Puerto Maldonado, Chive, Cobija, Riberalta, Rurrenabaque

Am Sandoval SeePalmen im Sandoval SeeEine Bootsfahrt...
RiesenstinkvogelSchildkröte und Schmetterling in SymbioseWir werden beobachtet
Viele Gründe sprachen für die Route, die wir uns von Peru nach Bolivien überlegt hatten. Zum einen waren wir neugierig auf eine neue uns noch unbekannte Vegetations- und Klimazone und ihren Artenreichtum, weiterhin hatten wir die letzten Wochen und Monate genug Kälte erfahren und gierten nun nach Schweiss auf unserer Haut, welche wir vor lauter Winterkleidung schon ewig nicht mehr zu Gesicht bekommen hatten. Zum anderen verspürten wir große Lust uns nicht einfach in den Bus über Puno nach La Paz/Bolivien zu setzen sondern wollten ein kleines Abenteuer erleben und unbekannte Wege gehen. Mit diesen Argumenten konnten wir auch schnell Nick und Alayna aus Kalifornien, die wir schon zweimal in Kolumbien und dann in Lima wieder getroffen hatten, überzeugen und so machten wir uns zu viert auf ins Abenteuer Richtung Amazonas-Dschungel. Obwohl wir keine Freunde von Nachtfahrten sind, da wir normalerweise genügend Zeit haben tagsüber zu fahren und damit auch die Landschaft mehr genießen können, so vergingen die zwölf Stunden von Cusco nach Puerto Maldonado im Halbliegesessel doch relativ schnell, was vielleicht auch an der Flasche Flor de Cana gelegen haben könnte, die wir zu viert relativ schnell geleert hatten.
Die letzen RiesenotterEin nächtlicher GastNoch ein Beobachter
Schwarzer KaimanWir machen keine Gefangenen!Abendstimmung am See
War sie hilfreich für das Einschlafen dann war sie aber vielleicht auch daran Schuld, dass uns dieser kleine verlorene Ort im Niemandsland auf den ersten Anblick überhaupt nicht sympathisch war und wir ein wenig Anlaufschwierigkeiten hatten. Nach einem guten Essen, frischem Saft und dem ersten Rundgang über die meist unasphaltierten, roten staubigen Straßen vorbei an vielen bunten Holzhäusern mit nach oben geklappten Schaufensterläden, die fast karibisches Flair versprühen, Wellblechhütten, einem kleinen Markt, auf dem die Verkäufer vor Hitze neben den abgehängten Tieren ganz in Asienmanier schlafen, vorbei an Grillständen und den vielen hupenden Mopeds und Tuk Tuks, die uns ebenso sehr an Asien erinnerten, fühlten wir uns auf einmal doch ziemlich wohl. Puerto Maldonado hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten, bietet aber in der Umgebung viele Urwaldlodges im Naturschutzgebiet. Den Versuch, ohne eine Tour dorthin zu gelangen, gaben wir nach einem Tag jedoch auf. Alle Lodges nehmen ausschließlich geführte Gruppen an und so bildeten wir eben zu viert eine Gruppe, suchten uns einen Guide und ließen uns auf dem Rio Madre de Dios zu einer Lodge schippern, die am Sandoval See liegt. Hier verbrachten wir eine äußerst spannende Zeit und konnten nicht nur unterschiedliche Affenarten, Vögel, Schildkröten, Papageien, Kaimane, Insekten und Riesenotter bestaunen, sondern bekamen auch noch Nachhilfe in Pflanzenkunde und wußten danach, welches Gegengift oder welches Repellent aus welcher Pflanze gewonnen wird, um im Urwald überleben zu können. Steht man einmal mittendrin und sieht und hört die unzähligen Tiere um einen herum, ist es fast unmöglich sich vorzustellen, dass dieses Gebiet sich quer über den südamerikanischen Kontinent erstreckt wenn schon nur dieser kleine Fleck wie ein großer bunter Zoo erscheint. Nach drei Tagen Urwald kamen wir dann mehr oder weniger heil wieder in Puerto Maldonado an. Unsere Entscheidung in die billigere Lodge zu gehen rächte sich mit einem etwas größeren Hungergefühl und hunderten von Bedbugbissen, die bekanntlich leider lange währen.
Tarzan und JaneDschungelsurfenZweisamWilde Zaungäste
Wild auf Tabasco ChipsDusche als DurstlöscherLucho der Spidermonkey
Zurück in der Zivilisation mußte nun endlich der Transport nach Bolivien organisiert werden. Da die Straße von hier aus nur nach Brasilien führt, liefen wir nun von einer Bootsanlegestelle zur nächsten, um jemanden zu finden, der demnächst nach Bolivien schippert. Nach weiteren drei Tagen kannten wir sämtliche Hafenarbeiter oder Telefonnummern von Leuten, die regelmäßig über die Grenze verkehren, doch aufgrund des bevorstehenden Unabhängigkeitstages von Peru und des damit verbundenen großen Festes wollte sich niemand transportfähig zeigen. Mit Freddie Torres, der für seine Geschäfte regelmäßig nach Boliven fährt, da die eigene Polleria im Ort offensichtlich mehr den familieneigenen Bäuchen dient, als für den Lebensunterhalt zu sorgen, fanden wir dann doch noch jemanden, der mit Frau und drei Kindern zwei Tagen später nach El Sena schippern wollte, was insgesamt drei Tage dauern sollte.
Da wir weder Zelte, noch Moskitonetze oder Schlafsaecke hatten um am Ufer zu schlafen, entschieden wir uns lediglich bis nach Chive kurz nach der bolivianischen Grenze mitzufahren, um von dort mit Bussen weiterzureisen. Wir wunderten uns noch, dass er tatsächlich am Feiertag fahren will, aber ein guter Geschäftsmann scheint nie zu schlafen und zu feiern. Morgens gleich wollte er mit uns zur Immigration, um uns auszustempeln und dann sollte es losgehen. Mit diesen Worten im Ohr und glücklich darüber, ein Boot gefunden zu haben, suchten wir noch die Anaconda-Lodge, die ein wenig außerhalb des Ortes liegt, auf, um uns vom Schweizer Donald und seiner thailändischen Frau Wadee mit Thai-Essen wie Papayasalat und Curry verwöhnen zu lassen und uns mit den vielen Affen, die mittlerweile auf ihrem großen palmenbewachsenen Grundstück leben, anzufreunden. Es scheint wohl üblich zu sein im Amazonas Affen als Nahrungsergänzung zu schiessen und die verwaisten Jungen zurück zu lassen. Einmal einen jungen Affen aufgenommen, kommen nun öfter Leute vorbei, um Jungtiere zur Aufzucht zu bringen.
Bob der BrüllaffeMartina die KapuzineräffinMartina mag es gemütlich
Puerto MaldonadoWarten auf FreddieWeiter warten
Abends mit Bergen von Pad Thai und thailändischen Gesang und am Morgen danach mit einer Tom Khaa Suppe von Wadee verwöhnt fuhren wir dann voller Vorfreude auf Bolivien zu Freddie, wo uns niemand die Tür öffnete obwohl wir für zehn Uhr verabredet waren. Ziemlich verärgert darüber, liefen wir den Nachbarn in die Arme, die uns in ihrer Feierlaune mit Bier milde zu stimmen versuchten und ihn anriefen. Freddies Ausrede war, dass die Immigration geschlossen sei (welch Überraschung am Feiertag!) und wir nun nicht fahren könnten. Die Abfahrt wurde nun auf den nächsten Tag verschoben. Immer noch verärgert über die Art und Weise liefen wir zur Immigration, um sicher zu gehen, dass sie am Samstag Morgen geöffnet hat. Da wir mittlerweile von den Einheimischen das Dreist Sein abgekupfert haben, rüttelten wir so lange am Tor und riefen lauthals, bis tatsächlich jemand erschien und uns in Aussicht stellte, in einer Stunde den Ausreisestempel in unsere Pässe zu drücken. So geht das also. Leider wollte man uns den Ausreisestempel eine Stunde später dann doch noch nicht gleich geben, denn wir solten vorher zur Polizei, um die Touristenkarte abstempeln zu lassen. Dort saß ein dicker Polizist faul hinter seinem Schreibtisch auf dem ein Schreibblock und mehr als 30 Stempel lagen. Nach Vortragen unseres Anliegens verwies er mit seinem speckigen Zeigefinger nur auf den Kalender, der über ihm hing und meinte, dass der Tag heute rot eingetragen wäre als Feiertag. Uns war sofort klar, was das bedeutete: er wollte Schmiergeld sehen. Nun waren wir schon so weit gekommen, also kratzten wir die letzten Soles zusammen, bekamen den Stempel auf die Touristenkarte und damit auch unseren Ausreisestempel bei der Immigration. Jetzt war es 13 Uhr und Freddie lächelte uns glücklich an, dass ja nun alles vorbereitet sei und wir aber heute nicht mehr fahren könnten, da es dafür schon zu spät wäre. Gleich morgen gegen vier Uhr wollte er nun aufbrechen. Mittelmässig niedergeschlagen verbrachten wir den Tag wieder mit Abwarten und Bier trinken. Der abendliche Sicherheitsanruf Nummer eins bei Freddie ergab eine neue Abfahrtzeit um 8 Uhr. Der morgendliche Sicherheitsanruf Nummer zwei ergab, dass er uns nicht abholen würde, sondern wir sollten um 9 Uhr zum Hafen kommen. Hier angekommen waren wir nicht die einzigen Mitfahrer, die die nächsten Stunden darauf warteten, dass dieser kleine Seelenfänger mit Nahrungsmitteln, Teppichrollen und Abflußrohren dermaßen beladen wurde, dass wir uns fragten, wo die insgesamt 15 Personen Platz nehmen sollten. Aber irgendwie fand dann doch jeder einen Sitz auf Joghurtflaschen und zum Ärgernis von Freddie auch auf Chipssäcken und wir konnten gegen Mittag endlich die Fahrt auf dem Rio Madre de Dios starten, der sich elegant durch den Dschungel windet.
Rio Madre de DiosDas Boot ist vollDa ist doch noch Platz!
Fünf Stunden BootskanteGoldsucherAaaaaaahhhhh!
Ein paar Goldsucher am Uferrand, die sich ihr Bootshaus zum Schlafen und Goldwaschen gebaut haben, boten Abwechslung von tiefgrünem Wald und braunem Fluss. Nach fünf Stunden in Puerto Pardo angekommen wurden nochmals alle Stempel kontrolliert und an der nächsten Anlegestelle zehn Minuten später, begrüßten uns gelangweilte bolivianische Soldaten in Puerto Heath, was nicht wie der Name verspricht einem Hafen ähnelt sondern lediglich aus drei Holzbarracken besteht. Hier versahen sie unsere Pässe mit einem Stempel für Einreise und Ausreise sowie mit einem handschriftlich eingetragenen Datum. Das wir nicht weiter über diese eher ungewöhnlichen Formalitäten nachdachten sollte später noch Folgen haben. Nach einer weiteren Stunde im Boot erreichten wir endlich unser Tagesziel Chive, ein kleines Dorf aus einem Platz und zwanzig Holzhütten am Ende der längsten Strasse Boliviens. Das einzige Hotel glich einem Hühnerstall und wir freuten uns schon auf neue Insektenstiche seitens der durchgelegenen Matratzen. Wir trieben sogar noch ein Lokal auf, jedoch nur um das schlechteste Pollo Frito der Reise zu essen und sahen bei einem Bier dem „Nachtleben“ des Dorfes zu, welches sich in einer handvoll Bretterbuden am Platz abspielte, wo man frisch eingedieselt und gestylt erschien, um gemeinschaftlich Gewalt-DVDs anzusehen. Die ersten Informationen bezüglich unserer Weiterfahrt taten sich auch schon auf. Seit Tagen sei kein Bus mehr ins Dorf gekommen wegen der Straßenblockaden. Die einzige Möglichkeit hier wegzukommen wäre mit Privatpersonen, die manchmal sehr früh morgens losfahren und Passagiere mitnehmen. Willkommen in Bolivien wo man jeden kleinen Unmut gleich in Strassensperren äußert!
Ausreise aus Peru in Puerto PardoBolivien, wir kommen!Folgenreicher Stempel in Puerto Heath
Chive: Hans, wann kommt der Bus?Handgezogene FähreTankstellenschlange auch ohne Grenzöffnung
Dass unsere Absteige tatsächlich mal ein Hühnerstall war (jetzt nur mit Betten versehen) stellte sich morgens um eins heraus, da der Hahn des Hofes unerläßlich krähte und uns zu Pollo Frito Gelüsten trieb. Zum Sonnenaufgang nach nur wenig Schlaf standen wir nun am Platz, um nach einem Auto Ausschau zu halten. Außer den letzten Betrunkenen des Abends, die uns ziemlich spannend fanden, sahen wir keine Menschenseele. Als gegen neun Uhr eine kleine Bude mit Plastikstühlen öffnete, suchten wir uns dort ein Versteck vor den Schnapsleichen und aßen unsere erste Manisuppe (Erdnusssuppe). Und wieder hieß es warten, warten und warten. Während wir alternative Transportmöglichkeiten suchten und schon eine Ladefläche eines LKW gefunden hatten,der immerhin heute noch das Dorf verlassen sollte, gingen die ersten Gerüchte über das Ende der Straßenblockaden herum. Unruhe kam auf, als um zwölf Uhr mittags tatsächlich der völlig verstaubte Bus auf den Platz vorfuhr. Mit einem Grinsen im Gesicht und einer frittierten Reiswurst in der Hand sprangen wir schnell auf. Über eine rote Staubpiste, die sich durch das ewige Grün des Dschungels schlängelt, preschten wir voran, überquerten zwei braune Flüsse mittels Floß, passierten ein paar kleine Siedlungen, wo uns fritierter brauner Fisch in den Bus gehalten wurde und kamen nach fünf Stunden Fahrt in Cobija an. Dieses Städtchen liegt zwar weit ab jeglicher Zivilisation mitten im Dschungel, durch seine Lage an der brasilianischen Grenze profitiert man aber durch regen Handel. Fast jedes zweite Geschäft ist ein Import-Exportladen, in dem man zollfreies Bier(!), Kleidung oder andere Produkte aus Brasilien kaufen kann. Benzin scheint trotzdem oft rar zu sein und so stehen längere Schlangen an Tankstellen, als ich sie gesehen habe, als die innerdeutsche Grenze geöffnet wurde und im weit gesteckten Grenzgebiet die Tankstellen Hochkonjunktur hatten. Auch den Bedbugs scheint der Ort ganz gut zu gefallen und mit etlichen neuen Bissen verließen wir Cobija in der Hoffnung in Zukunft mehr Tiere im Wald als in den Betten vorzufinden.
MotorfähreMarkt in RiberaltaStrassencowboy in Riberalta
RurrenabaqueAuf dem Weg zum Madidi NationalparkNicht bewegen!
Um keine zwanzig Stunden Fahrt zu absolvieren, beschlossen wir einen kleinen Umweg über Riberalta zu nehmen. Die Busfahrt dorthin führte wieder entlang der gleichen roten Staubpiste inklusiv zweier Flussüberquerungen per Floß, wo wir glücklicherweise nicht im Bus saßen, als dieser eine der Planken verpaßte und beinah in den Fluß kippte. Auf der anderen Seite bekamen wir dann El Sena zu Gesicht, dass Kaff, wo uns Freddie absetzen wollte. Chive war wirklich noch die bessere Wahl! Und als ob er unsere Gedanken lesen konnte, stand er auf einmal mit seiner Familie Freude strahlend vor uns. Nach großer Begrüßung und Verabschiedung und weiteren Stunden im Bus fuhren wir nach zehn Stunden in Riberalta ein. Hier hätten Kai und ich uns auch beinahe zum ersten Mal verloren, da wir aus Ermangelung an Taxis jeder ein Motorrad besteigen mußte und sich mein Fahrer, während der Fahrt als betrunken herausstellte, das ihm genannte Hotel mehrmals vergaß, den Weg dorthin ebenfalls und wir Richtung Dschungel abbogen, er mehrmals anhielt, um nach dem Weg zu fragen, nur um dann wieder an der Straße vom Hotel vorbeizufahren. Riberalta errinerte uns stark an das verschlafene kolumbianische Mompos. Still ist es dort, alte teils wunderschöne verlassene Häuser, leider jedoch meist verfallen, ein verlassener Malecon am Zusammenfluss von Rio Madre de Dios und dem Rio Beni, dann ein altes verrostetes Kriegsschiff mitten auf dem Fußweg und die Straßen, ob asphaltiert oder nicht, gleichen sozialistischen Allen, so breit sind sie angelegt und noch breiter erscheinen sie, da es meist nur eingeschossige Häuser gibt. Ein kleines untouristisches, verfallenes Paradies, aus dem man aber nach ein bis zwei Tagen aber auch wieder verschwinden möchte.
Zuckerrohr pressenChillenGehende Bäume
Capybara - ein WasserschweinSchmetterlinge beim Mineralien tankenFast zwei Meter Schlange
Unsere Flucht sollte nach Rurrenabaque gehen, einem kleinen Dschungelort, der als Urwaldparadies angepriesen wird. Diesmal führte die rote Staubpiste nicht durch grünen hochgewachsenen Baumbestand sondern durch kaum bewachsene lediglich mit Gras übersäate Landschaft, die sich Pampa nennt. Aus dem Bus heraus konnten wir mehr als hundert Kaimane zählen, Schildkröten, Strauße und zahlreiche bunte Vögel beobachten, die uns die zwölf Stunden Fahrt erheblich versüßten. Rurrenabaque hat seinen Dornröschenschlaf lange hinter sich. Bars, Touranbieter und Diskotheken prägen nun das Straßenbild, dennoch liegt es wirklich schön am Rio Beni, ist abseits der zwei Hauptstraßen doch noch sehr ursprünglich, und das noch völlig unentwickelte schlammige Flußufer bietet einen Ausblick auf hohe Kalksteinfelsen a la Laos und den Zugang zum größten und artenreichsten Naturreservat Boliviens dem Madidi Park. Da wir vom Urwald in Peru so sehr angetan waren, beschlossen wir kurzerhand noch einmal drei Tage dort zu verbringen. Wir gaben diesmal ein bisschen mehr Geld und wurden mit gutem Essen und gemütlichen Holzhäuschen belohnt. In diesem weiteren Flicken des riesigen Amazonasgebietes spürten wir neuen Tieren nach, lernten neue Pflanzen kennen und speisten wilde Palmherzen. Seit Mexiko immer auf der Suche nach einem wild lebenden Tapir und einem Jaguar, waren wir ihnen diesmal dicht auf der Fährte. Dass sich der Jaguar ganz in unserer Nähe aufhielt, konnte unser Führer durch Identifizierung von Jaguarkot beweisen. Den Tapier konnten wir anhand der abgenagten Knochen identifizieren, die eine Gruppe der Tacnas, der Ureinwohner, am abendlichen Feuer zurückgelassen hatten. Zumindest eine der Familien lernten wir kennen, bei der der einzige Mann Vater aller sechs Kinder und Liebhaber aller drei Schwestern war. Unser Aufenthalt im Madidipark wurde durch eine ziemlich große Ausbeute an Piranhias beendet, die wir am letzten Tag erst geangelt und dann verzehrt haben.
Aras im FlugAussicht geniessen......auf den Madidi Park
Pause mit PalmherzGibt es hier auch Piranhas?PapageienfelsenSchön und giftig
Unser Dschungelausflug war mit den unzählbaren Tieren und Pflanzen in einer völlig neuen Umgebung eine ganz neues Erlebnis und ein voller Erfolg. Auch weil wir einen Weg abseits der ausgetretenen Pfade eingeschlagen haben, der zwar mit mehr Aufwand an Kreativität, Geduld und Zeit verbunden ist, dafür aber mit fast unberührten Orten und nachhaltigen Erfahrungen belohnt.
Ja, es gibt Piranhas!Fangen, ausnehmen......und essen!

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Kommentare

Inge schrieb:

Welch eine aufregende und spannende Geschichte. Wir haben sie gemeinsam gelesen , gemeinsam gestöhnt über die Hindernisse und Stechmücken, gemeinsam gestaunt über die wundervollen Bilder.
Welche Vielfalt an Natur ! Die Vielfalt der Menschen und ihrer Lebensweisen berührt. Was sind wir froh, dass der Taxifahrer mit Nadja nicht im Dschungel verschwunden ist!!

09 September 2011 um 03:34
Anne schrieb:

der herrliche Sonnenuntergang läßt doch auf jeden Fall die 5 Std-Bootskante vergessen,oder?Welch herrliche Aufnahmen und Schnappschüsse (Schildkröte und Schmetterling).Wer hatte denn da wieder mal einen schnellen Finger am Auslöser ? Wir haben uns auch gewundert,daß der Motorradfahrer nicht mit Nadja im Dschungel verschwunden ist.Ja.ja der Alkohol...
Macht weiter so.Ein bißchen Neid kommt schon auf.

09 September 2011 um 08:42
Luzie schrieb:

Die Affenbilder sind meine absoluten Favoriten! Das wollte ich schon immer mal machen - so ein kleines Äffchen streicheln. Manno - neidisch! ;-)

Ein toller Bericht, der wiedermal meine Mittagspause zu einem kleinen Highlight gemacht hat!

Liebste Grüße aus Berlin auch an die anderen hier kommentierenden "Mädels" oder auch "Adoptiveletrn" genannt :-)

Küsschen Luzie*

14 September 2011 um 03:37

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