21 April 2011

Kolumbien: Sapzurro, Capurgana, Cartagena, Taganga, Tayrona, Cabo de Vela, Santa Marta, Mompos, San Gil, Villa de Leyva, Bogota, San Augustin, Popayan, Ipiales

Traumstrand La Miel
Strandklo
Frosch
Turtelnde Pelikane
Krebs
Cartagena - Getsemani
Handys zu mieten
Obstverkäuferin
Cartagena - San Diego
Auch das ist Cartagena
Krebsfischer
So schön der Trip durch die San Blas auch war, so sehr haben wir uns auch gefreut, nach der sehr welligen Überfahrt wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen und das Salz der letzten Tage abzuwaschen. Angekommen im Tausend Seelen Dorf Sapzurro, sind wir jedoch noch einmal für 10 Minuten ins Boot gestiegen, um nach Capurgana zu fahren, wo wir uns einige Tage Landgang gegönnt. Capurgana ist mit seinen zweitausend Einwohnern eine richtige Stadt in der Darienprovinz, trotzdem gibt es keine Autos, Strom nur abends und das wichtigste Transportmittel ist der Pferdekarren. So wie wir uns karibisch von Panama verabschiedet haben ging es in Kolumbien weiter: Viel Fisch, bunte Holzhäuschen, ab mittags Bier trinkende Fischer und extrem laute Reggae Musik. Uns hat es gefallen und wir haben uns langsam an die sehr offene und freundliche Art der Kolumbianer gewöhnen können und auf einem Balkon über dem Meer den Pelikanen beim Fischen zugeschaut. Da wir unsere Thailand-Matte im Boot vergessen hatten, sind wir über Dschungel bewachsene Berge zurück nach Sapzurro gewandert, begleitet von Schlangen, Fröschen, vielen Spinnen und dem Geschrei der Brüllaffen. Über die Suche nach dem Kapitän wurde es dunkel und im Gegensatz zu Asien, wo zu jeder Tageszeit alles nur eine Frage des Preises ist, wollte uns nun niemand mehr mit dem Boot nach Capurgana zurückbringen. Da die Wanderung durch den dunklen Wald aufgrund der wilden Tiere und den vielfältigen Geistern, allen voran das Kokosnussmonster und der Kopflose, an die die Fischer hier glauben, nicht mehr empfehlenswert war, sahen wir uns gezwungen den Rest des Abends ebenfalls Bier trinkend in einer lauten Eckkneipe zu verbringen. Die Gastmutter unseres Kapitäns hatte neben einem kleinen Zimmer sogar noch einen Fisch für uns, so dass wir weder obdachlos noch hungrig bleiben mussten. Die Suche nach der Matte auf dem Boot am nächsten Morgen war natürlich erfolglos, dafür habe ich zumindest meine Mütze wiedergefunden, so dass der Ausflug nicht ganz umsonst war. Da wir nun schon mal da waren, nutzten wir die Gelegenheit, über den nächsten Berg nach La Miel, zurück nach Panama zu wandern. Die Grenzposten freuten sich über ein bisschen Unterhaltung, während die paar Einwohner alle beim karnevalistischen Bier trinken vor dem einzigen Laden des Dorfes versammelt war. Das Angebot, uns an einer Kommune und dem Aufbau eines Hostels am Traumstrand von La Miel zu beteiligen, mussten wir leider aufgrund der fehlenden Dusche und dem Palmenklo vertagen;-)
Nachdem die Landkrankheit, also das voreingestellte Schaukeln nach unserer längeren Bootsfahrt, überwunden war, mussten wir uns noch einmal auf ein Schiff wagen, nämlich dem Motorboot nach Turbo. Wie zum Abschied wurden wir nochmal richtig durch gerüttelt und ordentlich nass, bevor sich das karibische Wasser erst braun färbte, um sich im Hafen in eine schwarze, stinkende Brühe zu verwandeln, in der sich am Ufer munter gewaschen wurde, während nebenan jemand seinen Hintern darüber hielt. Um den Hafen herum waren die Wege voller Essensstände, die Straßen voller Mopeds und die Luft voller Lärm. Hätten wir es nicht besser gewusst, hätte es auch eine Szene aus Asien sein können.

Taganga - Playa Blanca
Im Stau
Tayrona Nationalpark
Tayronaexpress: Das Pferd
Wir kochen Frühstück
Badebucht
Echse im Tayronapark
Steiniger Weg
El Pueblito: Das versunkene Dorf
Noch zwei Stunden bis zum Campingplatz
Kai auf Kai
Nadja auf Kai
Qualle auf Sand
Dementsprechend gingen wir auch beim Verhandeln der Preise für die anstehende Fahrt mit einem Geländewagen nach Monteria davon aus, dass man versucht, uns zu betuppen, mit dem Resultat, dass wir tatsächlich weniger bezahlt haben, als die Kolumbianer neben uns. Überhaupt haben wir schnell fest gestellt, dass sich zu der den Kolumbianern innewohnenden Freundlichkeit auch noch Ehrlichkeit und eine ungemeine Redseligkeit gesellt. Somit war, gewünscht oder nicht, auch die Unterhaltung für die langen Fahrten in diesem riesigen Land gesorgt. Die Fahrt nach Monteria und von dort nach Cartagena zeigte uns ein wildes, grünes Cowboyland mit riesigen Rinderherden, endlosen Bananenplantagen und selten asphaltierten Pisten während die Mutti auf dem Beifahrersitz uns auf ihrem Laptop einen Film von ihrer Familie zeigte. Nach insgesamt zwei Stunden Boots- und zehn Stunden Autofahrt kamen wir schließlich in Cartagena an.
Cartagena war einmal die wichtigste Hafenstadt der Spanier an der kolumbianischen Karibikküste und kam so zu großem Reichtum. Um sich gegen die frequenten Piratenüberfälle zu schützen, wurden mehrere Festungen und riesige Stadtmauern errichtet, in denen sich noch heute fast ausschließlich koloniale Villen und protzige Kirchen bestaunen lassen. Neben Kolumbiens schönster Stadt ist Cartagena aber auch der größte Touristenfänger. Trotzdem scheint das Alltagsleben zumindest in Teilen der Altstadt davon unberührt weiter zu ticken. Neben den vielen Werkstätten, in denen gehämmert oder geschweißt wird und in die man von den engen Gassen hinein blicken kann, gibt es zahlreiche Comedores, in denen man für zwei Euro eine Suppe, einen Hauptgang und ein Getränk bekommt und wieder zahllose Straßenstände an denen gebrutzelt und gehackt wird. Dazu kommt ein Haufen Dreck vor allem außerhalb der Stadtmauern, Verkehr, Abgase und verschmutztes Meerwasser, in denen mit Wurfnetzen nach Krebsen gefischt wird. Und wieder fühlten wir uns nach Asien zurück versetzt. Nachdem wir die ein oder andere Salsabar erkundet und das Shakira Konzert aus Bogota live im zentralen Park gesehen hatten, setzten wir unsere Reise entlang der Karibikküste fort.
Taganga war einmal ein kleines Fischerdorf und ist jetzt überlaufen mit Backpackern, die sich ständig gegenseitig selbst geknüpfte Bändchen verkaufen, um sich das Reisen oder vor Ort Leben zu erlauben und zur Abwechselung leere Bierflaschen auf den Strand werfen. Nachdem wir die umliegenden Buchten abgewandert waren sind wir schnell weiter gezogen. Ein besonders schönes Ziel haben wir mit dem Tayrona Nationalpark gefunden. Dichter Dschungel gepaart mit weißen Sandstränden gerahmt von großen fast runden Felsblöcken und rauem Meer haben uns ein paar Tage gefesselt. Hier haben wir unsere ersten Nächte im Freien im geliehenen Zelt unter Palmen, zwischen Eselsgeschrei und vielen, vielen Vögeln verbracht. Über steinige Wege durch den dichten Wald haben wir die Überreste von versunkenen Dörfern erwandert und abends den besten frittierten Snapper Latein Amerikas gegessen. Nach einem matschigen Rückweg durch den Dschungel und einem Zwischenstopp in Palomino, wo wir die Wellenbrecher aus gigantischen Reifen gefunden haben, die auch aus einem Endzeitszenario stammen könnten, sind wir den langen Weg nach Cabo de la Vela, nahe der venezolanischen Grenze angetreten.

Wüstenexpress nach Cabo
Auf der Ladefläche
Cabo de la Vela
Wohnen am Wasser
Nachschub für die Klospülung
Wayuu Frauen am Strand
Fisch trocknen
Wayuu Buisness
Strandhütten
Steilküste Cabos
In der Wüste
Sonnenuntergang in Cabo
Wüstenkaktus
Heute mal türkis
Pilon de Azucar
Hinter bzw. vor uns liegt ganz Südamerika
Mit Bussen und Colectivos sind wir in langen Stunden bis nach Uribe vorgedrungen, um von dort auf der Ladefläche eines Pickups mit fünfzehn Wayuus, einer der über sechzig ethnischen Minderheiten Kolumbiens, nochmal drei Stunden durch die Wüste zu fahren. Cabo de la Vela liegt dort, wo die Wüste auf die Karibik stößt. Eine schroffe und unwirtliche aber auch wunderschöne Gegend. Das Dorf besteht aus einer Sandpiste mit Holzhütten auf beiden Seiten. Die lokalen Trachten leuchten bunt auf dem weißen Sand und kleine Fischerboote dümpeln im irre blauen Wasser. Aus unserem Zimmerchen konnten wir direkt in die Karibik fallen. Dass war gut so, denn dort mussten wir auch das Wasser fürs Bad holen. Entspannen ließ sich prima bei Languste und billigem venezolanischem Polar Bier. Bei unseren Wanderungen zu den umliegenden Klippen erreichten wir mit dem Zuckerhut auch fast den nördlichsten Punkt Südamerikas. Mal sehen ob wir den südlichsten auch noch schaffen... Eines morgens um vier ging es dann auf der Ladefläche durch Dunkelheit und Wüste zurück nach Uribe. Auf die harte Tour mussten wir hier lernen, wie kalt es nachts werden kann und so drängten wir uns mit den anderen Passagieren zitternd hinter die Fahrerkabine. Zumindest hielten wir irgendwo im Nirgendwo an und wurden mit heißem Tinto (schwarzer Kaffee und Zucker in Kölner Mischung) versorgt. Von Uribe nach Santa Marta haben uns unsere kolumbianischen Nachbarn im Auto mitgenommen. Neben der enormen Zeitersparnis war das eine prima Gelegenheit unser Spanisch einer mehrstündigen Quasselprobe zu unterziehen. Neben familiären Exkursen lernten wir etwas über die Unzulänglichkeit und Kosten von Schulbildung in ländlichen Gebieten, Drogenanbau, Guerillas und Paramilitärs sowie über die Korruption der Politiker („rampante!“). Besonders interessant war für uns, dass es für die Kolumbianer selbst aufgrund der inneren Konflikte im Land erst seit acht Jahren durch immensen Polizei- und Geldaufwand möglich ist, im eigenen Land zu reisen. Vorher waren selbst Fahrten über die Hauptverkehrsstraßen zu gefährlich. Um so besser verstanden wir nun, warum alle besonders nett zu den Polizisten sind, die die ständigen Personenkontrollen durchführen und ihrerseits immer freundlich den Daumen heben und uns zudem bei einer solchen Kontrolle noch Mompos als touristischen Geheimtipp ans Herz legten. Da wir dort sowieso hin wollten, haben wir zwei Tage im bunten Treiben zwischen Santa Martas verbliebenen kolonialen Gassen verbracht, um dann die Karibikküste für diese Reise hinter uns zu lassen und erst mit Bus und dann mit geteiltem Auto ins Inland vorzudringen.
Mompos scheint in der Zeit still zu stehen. Vor knapp fünfhundert Jahren, von den Spaniern als Zwischenstopp auf dem Weg zur Küste gegründet, kam es erst zu beträchtlichem Reichtum, um dann, als der Rio Magdalena versandete und somit nicht mehr als Transportweg genutzt werden konnte, in Vergessenheit zu geraten. Und das zwar so gründlich, dass es noch heute nicht mit dem Bus, sondern nur umständlich mit teuren Geländewagen zu erreichen ist. Wahrscheinlich ist es auch das Weltkulturerbe mit der geringsten Touristendichte, denn mehr als zwei oder drei Reisende haben wir auf unseren Spaziergängen zwischen alten Handelshäuser, Kontoren und den vielen Kirchen nie gesehen. Man pflegt hier ein sehr geruhsames Leben, am besten zu erkennen an den vielen Schaukelstühlen, die abends auf die Straße geschoben werden. Dem konnten wir uns natürlich großartig anpassen und umfangreich unserer Lieblingsbeschäftigung in Kolumbien nachgehen: Frische Fruchtsäfte (nein, kein Bier) an einem der Straßenstände zu trinken und dabei unsere Umgebung zu beobachten. Tatsächlich verfügt Kolumbien über erstaunlich viele Früchte, die es nur dort gibt, und die sich allesamt bestens mit Wasser und Eis zu Vitamindrinks mixen lassen. Dazu zählen zum Beispiel Guanabana, Curuba, Zapote, Mamoncillo, Granadilla, Tomate de Arbol (Baumtomate) und unser Favorit: Lulo, eine Stacheltomate, vom Geschmack eher wie eine Mischung aus Orange und Kiwi.

Santa Marta
Marktplatz Mompos
Tranquilo in Mompos
Saftladen
Lecker Lulo!
Barichara
Ziege aus dem Ofen
Lamettabäume in San Gil
Lamettamariechen
Blaue Lagune bei Villa de Leyva
Wie der Weg nach, ist auch der Weg von Mompos nicht minder beschwerlich, dafür führte er uns durch eine einzigartige Seenlandschaft, in der sich auf kleinen Inseln ab und zu Häuser zu Hügeln auftürmen und erstaunliche Mengen exotischer Vögel unterwegs sind. In San Gil haben wir dann in einer kleinen familiären Unterkunft gewohnt, wo die Gastmutter und die einzigen beiden anderen Gäste uns gespannt beim Kochen in ihrer privaten Küche über die Schulter geschaut haben. Besonders war der Ausflug ins nahe gelegene Barichara und die Wanderung über einen alten Handelsweg durch die Berge nach Guane. Selbst der Italiener aus Rom, der gerade ein Restaurant hier aufgemacht hat, musste zugeben, dass die Gegend wie die Toscana sei, „nur bezahlbar“. Beim Essen entschieden wir uns jedoch für die lokale Spezialität: Ziege aus dem Ofen. Um den weiten Weg nach Bogota zu unterbrechen, haben wir noch einen Stopp in Villa de Leyva eingelegt, ein Nationaldenkmal und Gesamtkunstwerk, in dem keine modernen Gebäude existieren und in dem an den Wochenenden Scharen weise die Bogotaner einfallen. Wir hatten uns gerade gefreut, der Hitze der Küste entkommen zu sein, da ging es schon ans Frieren, als wir Bogota auf 2600m erreichten. Dem konnten wir aber durch Zubereitung von Glühwein in unserer Unterkunft erfolgreich entgegen wirken und damit gleichzeitig ein paar durchgefrorene Fahrradwanderer erfreuen. Wir hatten das Glück, einen Sonntag zu erleben, der in Bogota immer Auto frei ist, und sind so Zeuge der Menschenmassen auf den für den Verkehr gesperrten Hauptverkehrsachsen geworden. An den Rändern der von Fahrradfahrern und Inlineskatern überfüllten Straßen reihte sich ein Essensstand an den nächsten und die Stimmung entsprach eher der eines Jahrmarkts. Am meisten haben es uns aber die Meerschweinchenrennen angetan, bei denen zwanzig umgedrehte und nummerierte Plastikschüsseln mit Eingang aufgestellt werden. Nachdem genügend Zuschauer ihre Geldstücke auf die favorisierte Schüssel gesetzt haben, wird ein Meerschweinchen los gelassen, um schließlich in einer der Schüsseln zu verschwinden. Die Glücklichen gewinnen den fünffachen Einsatz, die anderen verlieren. Der Moderator fährt dabei fort anzupreisen, dass die „cuys“ in Südkolumbien und Ecuador eine Delikatesse sind. Dahin kommen wir auch noch;-) Besonders an Bogota sind die vielen, vielen Gebäude aus rotem Backstein und der Stilmix von Kolonial bis Postmodern. Wir waren aber schließlich froh die Acht-Millionenstadt Richtung Süden nach San Augustin zu verlassen.

Altes Eisen
Markttag in Villa de Leyva
Beinahe Himmel un Äd
Meerschweinchenrennen
Skulpturen um San Augustin
Zuckerrohr wird zu Panela
Lulo oder die Stacheltomate
Die drei Hexen
Markttag in Silvia
Heimweg
Las Lajas bei Ipiales
Unser erstes Lama
Nach einer zehnstündigen Busfahrt kamen wir spät abends dort an und stiegen in der erst besten Unterkunft ab, mit dem Vorsatz am folgenden Tag in eine Finca in die umliegenden Berge zu ziehen. Nachdem wir am nächsten Morgen die Dachterrasse mit Hängematten und umwerfenden Blicken über die Umgebung fanden und vom rührenden Besitzer gemäß seines Mottos „Es gibt zwei Dinge, die ich nicht kann: Nein sagen und kleine Frühstücke zubereiten“ mit jeweils fünf Rühreiern mit Tomate, Zwiebeln und gebratenen Kochbananen begrüßt wurden, entschieden wir uns aber schnell zum Bleiben. Haben wir in Kolumbien bisher einen schöneren Landstrich nach dem anderen durchquert, gehört San Augustin mit Sicherheit zu den noch schöneren. Eine Kombination von kleinen Dörfern, grünen Hügeln, steilen Schluchten und hunderte Meter hohen Wasserfällen garniert mit mysteriösen Steinskulpturen einer lange versunkenen Kultur, sowie die besonders liebenswerten Bewohner, die uns auf unserer Wanderung Orangen schenkten und mit Geduld erklärten, wie sie aus Zuckerrohr in ihren kleinen Holzhütten Rohzucker herstellen, ließ uns länger bleiben als geplant. Die Fahrt nach Popayan setzte landschaftlich dann noch einmal einen drauf, auch wenn wir öfters halten mussten, um je nach Schlaglochtiefe der Schotterstraße den Reifendruck zu korrigieren.
Popayan ist ein Museumsstück einer kolonialen Stadt, auch wenn vieles nach dem Erdbeben 1983 wieder aufgebaut wurde. Hier gilt „White is beautiful“, da alle Gebäude rücksichtslos in dieser Farbe angepinselt wurden. Egal ob Sichtmauerwerk, Natursteinelemente oder einst farbige Friese, jetzt ist alles weiß. Für uns war es eher eine Dreingabe zu dem Markt in Silvia, einem Bergdörfchen in der Nähe, dass wir von Popayan als Tagestrip besucht haben. Hier merkten wir zum ersten Mal, dass wir uns immer weiter in die Anden vorarbeiten. Die Frauen mit Zöpfen, schwarzen Röcken und blauen Ponchos, die Männer mit blauen Röcken und grauen oder schwarzen Ponchos, alle mit schwarzem Filzhut, sammelten sich zum wöchentlichen Markt. Wir fühlten uns stark an die Mayamärkte in Guatemala erinnert. Dabei waren die Bergvölkler hier aber im Gegensatz zu den zugeknöpften Mayas wesentlich aufgeschlossener und freundlicher. Überhaupt haben wir in Kolumbien die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen seit Mexiko getroffen und ein unglaublich vielseitiges und schönes Land, mit noch relativ wenige Tourismus kennengelernt, dass wir als Reiseziel nur wärmstens empfehlen können. So fiel es uns fast ein wenig schwer, nach einem Stopp in Ipiales mit seiner einzigartigen Kirche, die eine steile Schlucht überspannt und den nackten Felsen als Abschluss des Chors zeigt, nach sechs Wochen wieder einmal zu neuen Ufern aufzubrechen. Andererseits freuen wir uns aber auch sehr darauf in Ecuador tiefer in die Andenwelt einzutauchen.

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Kommentare

Mayas Erbe schrieb:

...ähh und nehmt schöne Grüße an den Erich mit!

26 April 2011 um 01:33
Olaf, der Berserker schrieb:

Zwar dran gedacht, jedoch dann doch nicht gemacht: Wollte eigentlich schon vor 3 Tage Dir alles Gute zum Geburtstag wünschen, komme aber erst jetzt dazu. Mea Culpa. Trotzdem alles Gute nachträglich, hoffe wir können bald mal wieder zusammen feiern!
Apropos Feiern: soeben hat der BVB 3 Spiele vor Schluss den Titel klargemacht, also trinkt auch darauf ein oder zwei Bierchen mit ... !

30 April 2011 um 06:48
Inge schrieb:

Die Vielfalt der Natur und ihre Farben sind überwältigend .Sie verlocken, den Pinsel in die Hand zu nehmen,ordentlich Farben zu mischen und dazu passende Impressionen zu entwerfen. Demnächst , wenn ich pensioniert bin ...
Besonders habe ich mich über so manchen Bildtitel amüsiert .Das ist auch eine Kunst.

07 Mai 2011 um 07:55

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